Wenn Sie an Konzentrationsstörungen, depressiven Stimmungen, zu niedrigem Blutdruck oder kalten Händen leiden, könnte die Ursache in einem Mangel an Tyrosin liegen. Sie haben noch nie etwas davon gehört? [...siehe auch hier]
Was ist Tyrosin?
Tyrosin ist eine so genannte nicht essenzielle Aminosäure, d. h. sie wird im Normalfall in ausreichender Menge vom Körper selbst bereitgestellt. Sie hat zahlreiche Aufgaben. Zum Einen ist sie als Neurotransmitter vor allem an der Signalübertragung der Nerven beteiligt. Sie erhöht damit also unter anderem die geistige Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit. Weiterhin ist sie notwendig für den Aufbau von Adrenalin und äußerst wichtig für das Wachstum von Zellen und Körper. Sie steuert den Energiehaushalt und den Stoffwechsel und sorgt für die Funktion der Schilddrüse, der Nebennieren und der Hirnanhangdrüse. Sie ist der Ursprung für die Bildung von Pigmentfarbstoffen. Auch für die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen sowie für die Hormonausschüttung ist sie unverzichtbar.
Was sind die Auswirkungen eines Mangels an Tyrosin?
Neben den bereits genannten Symptomen kann Tyrosinmangel im schlimmsten Fall schwere Depressionen verursachen. Da diese Aminosäure auch für die Pigmentbildung zuständig ist, kann ein Mangel zu Albinismus führen. Weiterhin können Sprachstörungen, körperliche Missbildung und Kleinwuchs Folgen eines Tyrosinmangels sein.
In welchen Nahrungsmitteln ist Tyrosin enthalten?
Den höchsten Tyrosingehalt haben Milchprodukte, Blattgemüse sowie Erbsen und Bohnen, aber auch in Reis und Nüssen ist es enthalten.
Wie kann Tyrosin helfen?
In Medikamenten enthalten, wird es bei leichten Depressionen erfolgreich eingesetzt. Auch wurde seine unterstützende Wirkung bei der Entwöhnung von Alkohol und Nikotin beobachtet. Darüber hinaus wird es eingesetzt, um die Motivation und Leistungsfähigkeit zu steigern. Allerdings werden Krebspatienten davor gewarnt, es einzunehmen, da manche Krebsarten diese Aminosäure für ihr Wachstum benötigen.
Kommentar verfassen